Was ist Tapping und wie kann ich es lernen?

Die 9 Klopfpunkte beim Tapping

Die Klopfsequenz beim Tapping

Konkretes Beispiel für Tapping

„Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen.“

– Oscar Wilde

Tapping ist eine Klopfakupressur aus der Energiepsychologie, bei der die Prinzipien der alten chinesischen Akupressur mit der modernen Psychologie kombiniert werden. Es basiert auf der Überzeugung, dass die Ursache negativer Emotionen und körperlicher Beschwerden eine Störung in den Energiesystemen (Meridianen) des Körpers ist und durch ein sanftes Klopfverfahren auf bestimmten Meridian-Endpunkten das Energiesystem ausgeglichen wird.

Diese Klopftechnik ist eine Selbsthilfemethode, um die emotionale Wirkung von Erinnerungen und Ereignissen, die zu emotionalem Stress führen, zu reduzieren. Das Meridian-System wird hierbei mittels klopfen (engl. tapping) stimuliert und der Energiefluss, wie z.B. bei Akupunktur, angeregt. Das Klopfen mit den Fingerspitzen auf den Meridian-Endpunkten und die gleichzeitige Konzentration auf bestimmte Ereignisse mit negative Emotionen, helfen dem Nervensystem sich zu beruhigen und neue neuronale Verbindungen im Gehirn herzustellen. Durch die Vorgänge im Körper, wie z.B. der Senkung des Stresshormons Cortisol, wird der Zugriff auf nötige Ressourcen ermöglicht, um körperlich und mental Gleichgewicht herzustellen.

Tapping ist auch bekannt als EFT* (Emotional Freedom Techniques) und gilt als energiebasierte Methode die bei verschiedenen Themen mentale und körperliche Vorteile bieten kann. Hierzu gehören unter anderem Stress, Angst, Traumas, chronische Schmerzen, Gewichtskontrolle, Sucht und Phobien. EFT hat bisher bemerkenswerte Ergebnisse bei der Linderung von emotionalem und physischem Stress erbracht, doch jede Person reagiert anders und die Erfahrungen variieren von Person zu Person.

Bei der Verwendung von EFT können möglicherweise unerwartet emotionale oder körperliche Empfindungen oder zusätzliche ungelöste Erinnerungen auftauchen. Es können weitere emotionale Themen nach der Verwendung von EFT auftauchen und Hinweise auf andere Situationen geben, die dann angegangen werden müssen. Die Intensität zuvor lebhafter oder traumatischer Erinnerungen kann nachlassen. Obwohl dies als Vorteil betrachtet wird, kann diese Reaktion die Fähigkeit beeinträchtigen, detaillierte rechtliche Aussagen zu einem traumatischen Vorfall zu machen.

* Der Begriff EFT ist in Europa markenrechtlich geschützt. Die von mir angewandte Methode der Klopfakupressur ist nicht identisch mit „Official EFT®“ oder „Optimal EFT®“ von Gary Craig. Meine Methode der Klopfakupressur habe ich von Dawson Church , PhD gelernt, dessen Lehre auf Clinical EFT basiert, welches in Dutzenden von wissenschaftlichen Studien validiert wurde.

Tapping nutzt die enge Verbindung der Funktionsweise von Körper und Geist, denn körperliches und geistiges Wohlbefinden sind eng mit unseren Emotionen verbunden. Negative Erfahrungen werden mit Emotionen verknüpft und im Energiesystem des Körpers, welches auch als Meridiansystem bekannt ist, gespeichert.

Durch das Klopfen auf die Meridian-Endpunkte und der mentalen oder verbalen Konzentration auf das zu bearbeitete Thema, können das Energiesystem stimuliert und blockierte Energien freigesetzt werden.

Beim der Anwendung von Tapping richten Sie ihren Fokus auf die negative Emotion oder die körperliche Empfindung die sie stört oder beeinträchtigt. Dies kann Sorge, Trauer, Wut, Angst oder ein anderes Thema sein. In der Basis-Grundtechnik klopfen Sie mit den Fingerspitzen nacheinander auf jeden der 9 Meridian-Endpunkte während Sie sich auf das Thema konzentrieren. Hierdurch werden Signale an den Körper sowie das limbische System im Gehirn gesendet, wodurch das Gefühl von Sicherheit sowie das Wohlbefinden gefördert werden können.

Es kann von jedem gelernt sowie überall und sofort angewendet werden. Es hilft mit emotionalen Situationen besser umzugehen und Herausforderungen zu überwinden. Sei es im beruflichen Alltag, im Privatleben oder dem Umgang mit sich selbst. Diese Klopftechnik ist ein Mittel zur Selbsthilfe, dass Ihnen die Möglichkeit gibt, Ihren inneren Zustand zu kontrollieren, Hindernisse zu überwinden, Ziele zu erreichen und dadurch mehr Lebensqualität zu erfahren.

Emotional Freedom Techniques (EFT*) hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten von einer Randmethode zu einer weit verbreiteten Akzeptanz entwickelt. Mit der wachsenden Zahl an klinischen Studien, welche die Wirksamkeit auch über längere Zeiträume belegen, gilt „Clinical EFT“ als evidenzbasierte Methode.

Die wissenschaftliche Grundlage für die Anwendung ist die Funktionsweise der Amygdala. Dieser mandelgroße Kern gehört zum limbischen System und ist für die Verarbeitung unserer Emotionen und die Entstehung von Triebverhalten verantwortlich. Werden externe Impulse als bedrohlich oder gefährlich eingestuft, leitet sie die vegetativen Reaktionen dazu ein. Die chemischen Prozesse im Körper führen zum sogenannten „Fluchtmodus“. Es werden spezifische Hormone im Körper freigesetzt, die es dem Körper erlauben, auf die wahrgenommene Gefahr zu reagieren. Sie schaffen die Bereitschaft zur Flucht, zum Kampf oder führen zur Erstarrung.

Bei lebensbedrohlichen Situationen ist diese Schutzfunktion sehr wichtig. Bei einer ständigen Aktivität (Überregung) der Amygdala, ist die Reizschwelle zur Bewertung gefährlicher Situationen gesunken. Als ähnlich erachtete Situationen können bereits zu starken körperlichen Reaktionen führen und sich zu einer „irrationalen Angst“ entwickeln, wie zum Beispiel öffentliches Sprechen oder die Angst vor Ablehnung. Dabei muss es keinerlei Zusammenhang zwischen dem alten Ereignis (Referenzerlebnis) und der aktuellen Situation geben. Selbst wenn man sich nicht mehr (bewusst) an das alte Ereignis erinnert – der Körper hat die Emotion abgespeichert und reagiert automatisch.

Tapping wirkt sich auf die Amygdala aus und unterbricht die Stressreaktion. Hierdurch wird eine angemessenere emotionale Reaktion auf eine gegebene Situation ermöglicht.

Eine bedeutende Rolle spielt das Stresshormon Cortisol. Dies haben unter strengen Prüfbedingungen durchgeführte Untersuchungen belegt. Dawson Church PhD, einem der weltweit führenden Experten für Energiepsychologie, hat eine randomisierte, kontrollierte Studie (Randomized Controlled Trial – RCT)  durchgeführt. Diese Art der Studie ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur empirischen Gewinnung von Information und gilt als „Goldstandard“ im Forschungsdesign.

In seiner Studie wurde untersucht, wie sich eine einstündige Sitzung mit Clinical EFT auf den Cortisol-Spiegel von 83 Probanden auswirkt. Die Probanden wurden nach dem Zufallsprinzip zugeordnet in eine Emotional Freedom Techniques (EFT*) Gruppe, eine psychotherapeutischen Gruppe (SI) mit unterstützenden Gesprächen oder eine Kontrollgruppe ohne Behandlung (NT). Speicheltests wurden unmittelbar vor und 30 Minuten nach der Behandlung durchgeführt  sowie psychologische Belastungssymptome nach einer validierten Methode gemessen (Symptom Assessment-45).

Die EFT*-Gruppe erfuhr eine signifikante Abnahme des Cortisolspiegel (-24,39%) im Vergleich zu der Abnahme in den Gruppen SI (-14,25%) und NT (-14,44%). Die Abnahme der Cortisolspiegel spiegelte die beobachtete Verbesserung der psychischen Belastung wider. EFT* zeigte einen durchschnittlichen Rückgang der Symptome um 51% im Allgemeinen Symptom-Index, während die NT-Gruppe eine durchschnittliche Abnahme von 14% und die SI-Gruppe einen Rückgang von 17% hatte.

Studien wie diese liefern objektive Beweise für die Wirkung der Emotional Freedom Techniques. Probiert man die Methode selber aus, erhält man erstaunlich schnell eine subjektive Erfahrung, wie schnell der Körper reagieren kann.

Die Anzahl der Studien bezüglich Clinical EFT ist weiterhin steigend und wird maßgeblich von führenden Köpfen auf diesem Forschungsgebiet getrieben, wie Dr. Dawson Church, Dr. David Feinstein sowie Dr. Peta Stapleton.

* Der Begriff EFT ist in Europa markenrechtlich geschützt. Die von mir angewandte Methode der Klopfakupressur ist nicht identisch mit „Official EFT®“ oder „Optimal EFT®“ von Gary Craig. Meine Methode der Klopfakupressur habe ich von Dawson Church , PhD gelernt, dessen Lehre auf Clinical EFT basiert, welches in Dutzenden von wissenschaftlichen Studien validiert wurde.

Der Psychologe Roger Callahan arbeitete in den späten 70er Jahren mit einem Patienten, den er Mary nennt und eine langjährige Phobie gegenüber Wasser hatte. Laut den Eltern zeigte Mary seit der Geburt eine phobische Reaktion auf Wasser. Aufgrund der Phobie war es Mary nicht möglich ganz alltäglich Aktivitäten durchzuführen. Sie hatte Angst in einer vollen Wanne zu baden, konnte nicht an den Strand vor Ihrem Haus, wurde sogar ängstlich wenn es regnete und hatte Alpträume in denen Wasser die Hauptrolle spielten.

Dr. Callahan arbeitete mit Mary 18 Monate konventionell an der Phobie, doch es trat keine Verbesserung ein.

Eines Tages saß er mit Mary in seinem Garten, wo er ein Schwimmbecken hatte, welches er nutze um die phobische Reaktion zu testen. Während Mary auf den Pool blickte, sagte sie Dr. Callahan, dass sie ein ungutes Gefühl in der Magengegend habe. Dr. Callahan, der sich kurz zuvor mit  Akupunktur und den Meridianen beschäftigte, erinnerte sich, dass der Endpunkt des Magenmeridians unter dem Auge lag. Instinktiv bat er sie dort mit den Fingerspitzen zu klopfen.

Mary folgte der Anweisung und bemerkte, dass ihre Bauchschmerzen verschwanden. Sie ging zum Pool und das erstaunliche war, dass ihre Angst vor Wasser auch verschwunden war! Mit der Phobie waren auch die Alpträume gegangen und auch 30 Jahre später bestätigte Mary, dass sie dauerhaft von der Phobie gegen Wasser geheilt sei.

Diese Entdeckung faszinierte Dr. Callahan und er unternahm weitere Untersuchungen, um die Technik weiter zu entwickeln, welche er Thought Feld Therapie (TFT) nannte (deutsch: Gedankenfeldtherapie). Diese beinhaltete komplexe Verfahren in der Diagnose und verwendete bestimmte Algorithmen zur Bestimmung der Meridianpunkte, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Gary Craig, der seinen Ingenieur an der Stanford Universität machte, lernte das TFT Verfahren unter der Anleitung von Dr. Callahan. Er vereinfachte den Prozess und die Klopfsequenz, so dass sie leicht erlernt, von jedem sofort und überall angewendet werden konnte sowie wirksame Ergebnisse erzielte. Gary Craig nannte diese neue Art der Therapie EFT* (Emotional Freedom Technique).

* Der Begriff EFT ist in Europa markenrechtlich geschützt. Die von mir angewandte Methode der Klopfakupressur ist nicht identisch mit „Official EFT®“ oder „Optimal EFT®“ von Gary Craig. Meine Methode der Klopfakupressur habe ich von Dawson Church , PhD gelernt, dessen Lehre auf Clinical EFT basiert, welches in Dutzenden von wissenschaftlichen Studien validiert wurde.

Tapping ist für alle Lebensbereiche geeignet in denen wir das Gefühl haben, nicht an das gewünschte Ziel zu kommen, uns unwohl fühlen, uns Veränderung wünschen oder chronische Beschwerden haben. Es kann uns Kraft und Energie geben, die gewünschte Veränderung herbeizuführen, Hindernisse zu überwinden und den Körper im Heilungsprozess zu unterstützen.

Tapping kann helfen sich selber mental und körperlich besser wahrzunehmen und die Präsenz für das Umfeld positiv beeinflussen. Wirklich für seine Familie und Mitmenschen präsent zu sein und in sich zu ruhen, um sich auf die Bedürfnisse des Gegenübers einzustellen, ist für beide Seiten eine sehr große Bereicherung.

Durch Tapping können wir unseren inneren Gefühlszustand wahrnehmen und bewusst steuern, um uns auch in Veränderungsprozessen gut zu fühlen, aus gewohnter Routine auszubrechen oder neue Themen leichter anzugehen. Es kann uns unseren Wünschen und Zielen näher bringen, indem wir unsere Ängste, Sorgen, Bedenken oder versteckte Vorannahmen überwinden und unseren Raum für Inspiration und Kreativität erhöhen.

Tapping funktioniert fantastisch bei akuten Stresssituationen, um zu entspannen und einen klaren Verstand zu bewahren. Dies kann wichtig sein, wenn man ein gutes Gespräch führen möchte, einen Bühnenauftritt hat oder eine gute Problemlösung herbeiführen möchte. Auch ungeplante Unregelmäßigkeiten können leichter gemeistert und Anspannungen gelöst werden. In seiner Mitte zu ruhen bedeutet frei zu sein.

Wiederkehrende Situationen, die uns nicht dienlich sind, können unbewusst selbstauferlegten Beschränkungen im Denken und Handeln zugrunde liegen. Tapping bietet die Möglichkeit unbewusste Blockaden aufzuspüren und aufzulösen, um flexibel agieren zu können. Ich höre oft, dass Menschen immer den gleichen Partner mit unterschiedlichen Adressen anziehen. Dies könnte einem Verhaltensmuster zugrunde liegen, das sich aufzulösen lohnt.

Denn egal wohin sie gehen – sie nehmen sich immer mit!

 Schon lange wissen Forscher, Physiker, Quantenphysiker, wie Albert Einstein, Max Planck und Bruce Lipton das sich Gedankenmuster und Emotionen in der Materie manifestieren. Gedanken, Emotionen und Erfahrungen werden in unserer Zellinformation abgespeichert. Denken wir häufig negativ oder folgen wir negativen Gedankenmustern unseres Unterbewusstseins, ohne es zu merken, dann häufen sich die negativen Zellinformationen und können sich in Unwohlsein, chronischen Beschwerden oder sogar Krankheiten manifestieren.

Im Umkehrschluss bewirken positive Gedanken, Emotionen und Erfahrungen eine gesundheitsförderliche Wirkung.

Tapping ist eine hervorragende Methode, die symptom-basierte Medizin zu ergänzen und den Ursachen für Beschwerden auf den Grund zu gehen und entgegenzuwirken.

Tapping ist ein wirksames Instrument zur Selbstkontrolle, Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden in die eigenen Hände zu nehmen und eine Einladung der Mensch zu werden, der Sie sind.

Die 6. Schritte des Klopfprozesses in der Basis-Grundform sind wie folgt:

Schritt 1: Thema wählen

Um zu starten, wählst Du das Thema das Du bearbeiten möchtest. Hierzu konzentrierst Du Dich auf ein bestimmtes Thema das Dich stört oder ein körperliches Gefühl. Sei dabei so spezifisch wie möglich.

Anstatt zu sagen, „Ich habe mich im Büro geärgert“ ist es besser spezifisch zu werden.

Zum Beispiel: „Was Maria letzte Woche im Büro zu mir gesagt hat, hat mich sehr geärgert“.

Schritt 2: Intensität prüfen

Denke an das Thema. Was fühlst Du dabei? Prüfe die Intensität des Gefühls auf einer Skala von 0 – 10, wobei  0 ganz niedrig und 10 sehr hoch ist. Schreibe Dir diese Zahl auf!

Manchmal ist der Effekt so groß, dass die Person vergisst, dass sie vorher ein Problem hatte!

Du prüfst am Ende die Intensität erneut. Also notiere Dir die Zahl, damit Du am Ende vergleichen kannst.

Schritt 3: Eröffnungssatz bilden

Nun bildest Du den Eröffnungssatz. Der Eröffnungssatz repräsentiert das Thema, auf das Du Dich konzentrierst.  Er folgt immer einem bestimmten Muster:

Dem Satzanfang        „Obwohl ich“ …

dem Problem, z.B.      „... mich darüber ärgere, was Maria zu mir letzte Woche im Büro gesagt hat“

dem Satzende           „…liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

Du kannst das Satzende auch variieren.

Zum Beispiel:

                                  „… liebe und akzeptiere ich mich von ganzen Herzen“

                                  „…akzeptiere ich meine Gefühle und bin okay.“

Der Satz beginnt also immer mit Obwohl ich… dann folgt das Problem… und dann die Akzeptanz.

Jetzt mögen sich einige Fragen, warum soll ich ein negatives Thema akzeptieren?

Meistens ist es der Widerstand in uns, diese Gefühle zu akzeptieren oder die fehlende Möglichkeit Ihnen Ausdruck zu verleihen, was dazu führt, dass diese Emotionen feststecken und wir sie nicht loslassen können.

Mit dem Eröffnungssatz legen wir den Grundstein für die Bereitschaft das Thema zu bearbeiten und Bewertungen außer Acht zu lassen.

Schritt 4: Eröffnung

Zur Eröffnung wiederholst Du den Eröffnungssatz 3x und klopfst dabei den Karatepunkt.

Der Karatepunkt (KP) befindet sich in der Mitte der Handkante, zwischen dem kleinen Finger und dem Handgelenk. Beim Karatpunkt klopfst Du mit 4 Fingern einer Hand auf den Karatepunkt der anderen Hand. Es ist dabei egal ob Du mit den Fingern der rechten Hand auf den Karatepunkt der linken Hand klopfst oder umgekehrt.

Tapping Punkte jpg

Schritt 5: Klopfsequenz

Nun klopfst Du entlang der verbleibenden 8 Punkte, in der unten beschriebenen Reihenfolge je 5-7 mal und sprichst bei jedem Punkt „einen Erinnerungssatz“ aus, damit Du Dich auf Dein Thema konzentrierst.

Der „Erinnerungssatz“ bildet sich aus dem Problem, des Eröffnungs-Satzes und kann eine Kurzform Deines Themas sein. In diesem Beispiel „Was Maria zu mir gesagt hat“ oder „Dieser Ärger“

Oder

Während dem Klopfen auf den einzelnen Punkten drückst Du verbal einfach aus was Du fühlst. Stelle Dir vor Du erzählst es Deinem besten Freund oder Deiner besten Freundin. Du kannst dabei nichts falsch machen. Nutze einfach die Worte, die Dir in den Sinn kommen und sei dabei ehrlich mit Dir selbst.

Durch diesen Prozess wird ein beruhigendes Signal an das Gehirn gesendet, dass trotz dieser Gedanken die Situation sicher ist und der Körper sich entspannen kann.

Scheitelpunkt (SP)

Genau auf dem Scheitelpunkt des Kopfes. Klopfe leicht mit der flachen Hand auf den Scheitel.

Augenbrauen-Punkt (AB):

Am Ansatz der Augenbraue, auf der zur Nase hin gelegenen Seite. Dort wo die Augenbraue beginnt.

Es ist egal, an welcher Seite Du klopfst. Du kannst hier, wie bei allen Punkten entlang des Auges, auch auf beiden Seiten klopfen. Klopfe mit dem Zeige- und Mittelfinger.

Seite vom Auge (SA):

An der Seite des Auges, auf dem knöchernen Rand der Augenhöhle (nicht an der Schläfe).

Um ihn zu finden folge der Braue zur Seite des Auges.

Unter dem Auge/Jochbein (JB):

Unter dem Auge, auf dem Jochbein, unter der Pupillenmitte.

Unterhalb der Nase (UN):

Unterhalb der Nase, zwischen der Nase und der Oberlippe.

Kinnpunkt (KN):

In der Kinnfalte zwischen Kinn und Unterlippe.

Schlüsselbein-Punkt (SB):

Um ihn zu finden, folgst Du mit den Fingern dem Schlüsselbein bis zur Halsgrube und gehst dann 2,5cm nach unten und 2,5cm zur Seite. Auch hier kannst Du mit beiden Händen klopfen (mit je 4 Fingern).

Unter dem Arm (UA):

Unter dem Arm, etwa eine Handbreit unter der Achsel. Hier kannst Du ebenfalls auf beiden Seiten klopfen (flache Hand).

Schritt 6: Intensität prüfen

Atme tief ein und wieder aus. Prüfe erneut, die Intensität des Gefühls auf einer Skala von 0-10.

Du kannst die Klopfrunden mehrfach wiederholen bis Du auf einen Wert zwischen 0 und 2 kommst , um völlige Entspannung und Erleichterung zu spüren.

Wenn Du erneut die Runde eröffnest kannst Du Deinen Eröffnungssatz etwas verändern, um den Fortschritt anzuerkennen und die gefühlte Veränderung einzubeziehen.

Zum Beispiel:

„Obwohl ich mich noch immer etwas darüber ärgere, was Maria letzte Woche im Büro zu mir gesagt hat, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“

„Obwohl ich noch immer ein leichtes ziehen in meinem Nacken spüre, akzeptiere ich meine Gefühle und bin okay“

Mit jeder Zahl die sich reduziert, hast Du einen Erfolg – denn Du hast einen neuen Ausgangspunkt und Dein Körper ist entspannter. Oftmals wird schon nach wenigen Klopf-Runden eine Erleichterung festgestellt. Dieser Energiewandel kann sich auch körperlich zeigen kann, zum Beispiel durch gähnen oder lachen.

Es ist ganz einfach. Folge einfach Deiner Intuition und lasse alles raus, was Du sowieso schon denkst.

Du gibst Deinen Gedanken und Deinem Körper „eine Stimme“ und die Möglichkeit sich zu erleichtern, indem Du dabei auf den Meridian-Punkten klopfst.

Du nimmst damit der Situation die negative Emotion. Du wirst danach feststellen, dass Du die Situation oder das Problem schildern kannst, ohne Dich dabei schlecht zu fühlen.

Du wirst überrascht sein, wie schnell Tapping wirkt!

„Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.“

Stefan Zweig

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